Wer kennt ihn nicht, den Wunsch sich geborgen zu
fühlen. Sich wohl in sich zu fühlen. Ein warmes Herz in sich zu spüren.
Ein wohliges Gefühl in mir zu spüren, da zu sein,
wo ich mich angenommen und gesehen fühle, an einem Ort zu sein, der mich
berührt und in mir ein Wohlgefühl auslöst, Wurzeln zu haben, etwas, dass mir
Halt gibt, mir Heimat ist, all das schenkt mir ein Gefühl der Geborgenheit.
Am Anfang war das Gefühl des Getragenseins, einer
unendlichen Geborgenheit im Mutterleib.
Nach der Ankunft in diese Welt, war es das Umsorgtsein
und Gehegtwerden durch liebende Eltern.
In den ersten Lebensjahren waren es die Abenteuer, das
eigene Kräftemessen, das Spiel und das tägliche Lernen, was uns ein Gefühl der
Richtigkeit und Geborgenheit gab.
Die Pubertät war ein Austesten, ein Ringen mit Stärken
und Schwächen, ein Suchen, ein Hin- und Hergerissen sein. Eine Zeit der Ichfindung,
ein Abnabelungsprozess von den Eltern. Die wohl intensivste Zeit der Sehnsucht
nach Geborgenheit in der Welt.
Die Zeit der Paarfindung, der Elternschaft, der Verantwortlichkeiten
und Etablierung im beruflichen Alltag, auch das schenkt Geborgenheit, einen
Platz und Sinn im Leben gefunden zu haben.
Die Zeit um die 40 schenkt uns nochmals Muse für
wichtige Dinge, für eine kleine Rückschau auf das gelebte Leben. Jetzt können noch
einmal alte Träume verwirklicht werden, man gönnt sich etwas, man reist oder
genießt das Aufgebaute, das Gewohnte.
Die Zeit um die 50 bringt nochmals Wirbel in das
Leben. Eine Zeit des Umbruches, eine Zeit der Hormonschwankungen, eine Zeit des
Loslassens von Kindern oder alten Gewohnheiten. Unruhige Zeit brechen nochmals
an. Nach dieser Zeit kann es wieder ruhiger werden. Das Schiff ist nicht mehr
auf hoher See und im Sturm, sondern segelt gemächlicher und ruhiger dahin. Neue
Wege, die eingeschlagen wurden, sind vertrauter geworden und schenken wieder
mehr Geborgenheit.
Die Zeit ab 60 ist eine Auseinandersetzung mit der
eigenen Vitalität, eine Auseinandersetzung mit dem Älterwerden, mit den eigenen
Grenzen, Gedanken der Endlichkeit kommen auf, um sich noch einmal aufs Neue die
Frage zu stellen: „Was will ich noch
erleben, was kann ich noch erreichen? Wo werde ich noch gebraucht? Was will ich
der Welt zurückgeben? Was füllt mich aus und tut mir gut? Sinn- und
Glaubensfragen beschäftigen uns, bewegen unser Herz. Dankbarkeit kommt auf beim Rückblick auf das eigene Leben!
Jeder braucht täglich das Gefühl der Geborgenheit. Geborgenheit
kann vieles sein:
Es kann ein gutes Gefühl sein, heute gut für sich gesorgt zu
haben, ein liebender Partner, Kinder, die täglichen Rituale, die Kollegen bei der Arbeit, der Spaziergang mit
dem Hund, in der Natur sein, das Heimkommen in die eigene gemütliche Wohnung,
der Besuch von Freunden, Lesen, Sport, alles kann uns ein Gefühl der
Geborgenheit schenken, wenn wir uns dabei gut und wohl fühlen. Wir fühlen uns
viel öfter geborgen, als uns bewusst ist. Spätestens, wenn wir in einer uns
völlig fremden Umgebung sind, merken wir, wie selbstverständlich vieles für uns
ist.
Es ist eine Freude festzustellen, wie leicht ich mich geborgen fühlen
kann, indem ich gut für mich sorge und bewusst Dinge tue, die mich zufrieden
machen.
Ich wünsche euch, dass ihr immer eine kuschelige Decke habt, in die ihr euch einkuscheln könnt, wenn die Welt draußen kalt ist und euer Herz immer schön warm bleibt, denn die Geborgenheit wohnt im Herzen.
Zauberfee umgeben von 1000 weichen Decken und Kissen
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