Freitag, 26. Mai 2017

Die Liebe

 
 



Eine glückliche Liebe hat immer drei Wurzeln:
Die Bereitschaft, den Anderen als das anzunehmen, was er ist, ohne ihn verändern zu wollen. Das Vertrauen in die gegenseitige Zuneigung, ohne Beweise dafür zu verlangen. Den Mut, das Herz zu öffnen, ohne Netz und doppelten Boden.

©Jochen Mariss

 

Samstag, 15. April 2017

Ein verliebter Hase

 

 
Osterhasengeschichte

Es war einmal ein Hase, ganz kuschelig klein und weich, der war an großen Taten arm, an Träumen war er reich. Der hatte mit den anderen Hasen gar nicht viel zu tun, er liebte keine Häsin - nein - er liebte nur ein Huhn. Das Huhn groß und braun und dick und war des Hasen ganzes Glück. Er stand den ganzen Tag am Stall und sah es an - von überall. Und jeden Tag musste er sich fragen, warum er es nicht schafft zu sagen, was er ganz heftig doch empfindet, warum sie beide was verbindet. Doch an dem Tag, an dem er's wollte, da war das Huhn nicht da. Er rannte rum und wünschte sich, er wär' ihm jetzt so nah. Er suchte, suchte - was er fand, war nur vom Huhn ein Ei. Das nahm er sich und drückte es, da brach das Ei entzwei. Da rannte er ganz schnell nach Haus und holte viele Farben und klebte und beschrieb das Ei, das wurd' ein buntes Allerlei. Das legte er ins Gras sodann, damit das Huhn es finden kann. Jedoch das Huhn kam nicht zurück, der Hase sucht seitdem sein Glück, malt unermüdlich Eier bunt, verteilt sie auf dem Erdengrund. Zu Ostern kommt er hier vorbei, verteilt in Gärten Ei um Ei, hat damit mächtig viel zu tun, will aber doch nur eins - sein Huhn. Die meisten finden Kinder dann und haben mächtig Spaß daran. Und wenn man hält ein buntes Ei ganz nah vor seine Nase, dann sieht man, dass ganz klein dort steht: Ich liebe dich, dein Hase

langenhausen.com


Ich wünsche euch allen ein frohes Osterfest!






Freitag, 31. März 2017

Selbstliebe

 
 
 

Sich selbst zu lieben
 ist der Beginn einer
lebenslangen Romanze

 
Oscar Wilde


Neubeginn

 
 
 

Dem Anfang vertrauen
Und plötzlich weißt du:
Es ist Zeit, etwas Neues zu beginnen,
und dem Zauber des Anfangs zu vertrauen.
Meister Eckhart, um 1260-1327



 

Abschied

 
 

Das Glück für Kommendes

Das Glück für Kommendes braucht die Tränen des Gewesenen.
© Monika Minder





 

Freitag, 20. Januar 2017


Nicht immer haben Engel Flügel,
weißen Gewand und gold`nen Stern
sie leben meistens auf der Erde
und sind dem Himmel recht weit fern
Ein Engel, irdisch und ganz menschlich,
der öffnet weit des Herzens Tor,
er will nur einfach für Dich da sein,
und leiht Dir willig stets sein Ohr.
Ein Engel hat Geduld und Liebe
sagt nie: Ich habe keine Zeit.
Es ist, wann immer Du ihn brauchst
für dich zur Hilfe gern bereit.
Ich wünsche Dir heut` solchen Engel,
damit ein weihnachtlicher Schein
ein ganzes Jahr in deinem Herzen,
ein ganzes Jahr mag um Dich sein.
 
 
Danke Sabine, dass du momentan für mich da bist!
 

 

Donnerstag, 19. Januar 2017

 
  

Wie schön es ist im Irrgarten deiner Illusionen,
wie gut es duftet
nach Phantasie und Sehnsucht,
die sich nicht begnügt
mit dem Möglichen.
Noch hat die Hitze der Entbehrung
sein üppiges Gras nicht verbrannt,
noch hat der Hagel der Enttäuschung
seine bunten Blumen nicht geknickt,
noch können die Bäume flüstern,
und ihre Früchte schmecken
nach ewiger Freude.

Lass sie nicht ein,
die ernsten, forschen Gärtner
mit den Sicheln und Heckenscheren,
den Sägen und Äxten,
die gerade Wege anlegen wollen,
damit niemand sich mehr in dir verirrt.
Sie wissen nicht, was Schönheit ist.

Lass nur jene in dein Labyrinth,
die Hoffnung in den Händen tragen
und Zärtlichkeit in ihren Augen,
die Tage nicht nach Stunden messen
und ihr Herz öffnen
dem Zauber hinter den Erscheinungen –
und dabei ganz vergessen,
den Ausgang zu suchen.

Hans Kruppa